Markus A. Will

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Blog

22.06.2010Am Abgrund


Fast täglich wird man beim Lesen von Zeitungen daran erinnert, wie nahe die Welt(wirtschaft) im Herbst 2008 am Abgrund stand. Der Kontrolllausschuss des amerikanischen Kongresses hat ausgerechnet, dass eine Pleite von AIG für die KfW bedeutet hätte, dass selbige rund 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital gebraucht hätte, da AIG Garantiegeber von KfW-Verbriefungen war. Nicht von ungefähr hat der Spiegel AIG in einer Titelgeschichte als die gefährlichste Firma der Welt bezeichnet, weil sie mit ihrer Riesenbilanz Kredite im grossem Masse versichert hat, also CDS – Credit Default Swaps. Monolining nennt man so etwas.

 

Wann immer man so etwas liest, läuft es einem noch einmal kalt den Rücken herunter. Da sollten die Banken sich wirklich sputen und gemeinsam mit der Politik Lösungen suchen, wie man das Bankensystem risikosicherer machen kann. Wenn die Banken nämlich glauben, sie könnten sich aus den notwendigen Regulierungen herauszulobbyieren, dann liegen sie falsch. Denn dann entscheidet die Politik alleine, und dies kann nicht die beste Lösung sein, da sie die Vorteile und die Nachteile einzelner Finanzinstrumente gar nicht alleine richtig abwägen.


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