Bis zum 1. Juli habe ich meinen neuen Wirtschaftsthriller "der Schwur von Priäus" aktualisiert. Die faktische Griechen-Pleite und die Verhaftung von IWF-Chef Dominque Strauss-Kahn, der auf dem Weg zu Angela Merkel war, um das Euro-Drama abzuwenden, habe ich eingewoben. Auch die mögliche Wende im "DSK"-Drama kommt noch hinein. London, New York, aber eben auch Athen und Piräus sind Schauplätze meines zweiten Romans, der den Untertitel "bad banker im Währungskrieg" trägt. In der Fortschreibung des erfolgreichen Erstlings "bad banker" gibt es bereits eine Figur, die nicht nur Teil einer konspirativen Viererbande ist, sondern auch im Stab des IWF-Chefs arbeitet. Insofern hatte "DSK" ohnehin schon seinen Platz im Thriller um Euro und Währungskrieg.
Aktueller und spannender kann es aus meiner - natürlich subjektiven Sicht - nicht werden, wenn "Der Schwur von Piräus" Anfang Oktober zur Buchmesse auf den Markt kommt. Einige Interviews habe ich zur Aktualität bereits gegeben, die alle auf der neu gestalteten Website zu lesen sind. Vorbestellungen können ab jetzt gemacht werden und erfreuen den Autor. Der macht, nach getaner Arbeit, erst einmal Urlaub. Ab August füttere ich die Seite weiter - zunächst mit einer Leseprobe der ersten beiden Kapitel, in denen sogar ein Mord beim Marathon passiert...
Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde, hat Udo Jürgens gesungen, „komm schenk dir ein“ heisst es weiter. Nun, inzwischen dürften auch die Griechen verstanden haben, dass ihnen lange Jahre zumindest kein reiner Wein eingeschenkt worden ist. Nur wer reinen Wein eingeschenkt bekommt, erfährt unverhohlen die Wahrheit. Allerdings müsste man einer ganzen Runde reinen griechischen Wein einschenken, nicht nur die Griechen haben zuallererst sich selbst und dann Europa betrogen. Auch andere waren dabei.
Kein Wirtschaftsthriller könnte das zusammengebracht haben: In New York muss sich der IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung verantworten, und in Brüssel werden die Schulden einzelner EU-Staaten zu einer immer grösseren Last. Unglaublich! In dem Moment, wenn Dominique Strauss-Kahn in Berlin und Brüssel die Hilfspakte (in diesem Fall für Portugal) mit verhandeln sollte und sicher mit Frau Merkel hinter verschlossenen Türen über eine Umschuldung von Griechenland reden wollte, sitzt er nun hinter anderen verschlossenen Türen. Der Mann würde gebraucht, doch er wird keine Rolle mehr spielen! Auch auf andere Art und Weise hängen Schuld und Schulden, Unschuldsvermutung und Umschuldungsverhandlung zusammen, und zwar emotional und persönlich! Das ist in diesen Tagen ein nicht zu unterschätzender Aspekt, bei allem Bekundungen in Bezug auf die Funktionsfähigkeit des IWF.
Derzeit ist wieder „bank bashing“ angesagt, wegen Griechenland und des lieben Euros wegen wird auf die Banker draufgehauen. Nach der Lehman-Pleite sind die „Monster“ (Köhler) nun auch an der jedenfalls nicht ganz auszuschliessenden Griechenland-Pleite schuld. So sehr man das Bankensystem für die Lehman-Pleite schelten muss und darf, so wenig haben sie schuld an der griechischen und europäischen Währungskrise. Die griechsiche Tragödie ist keine zweite Lehman-Pleite – es gibt keinen Griechenlehman!